veränderte Sichtweise auf die Dinge

Geht es Euch auch so, seit ich mehr Natur- und Tierbilder mache hat sich meine Sichtweise auf die Dinge in meinem Umfeld geändert.

Gemeine-Breitstirnblasenkopffliege
Gemeine-Breitstirnblasenkopffliege

Die Wahrnehmung der kleinen Dinge ist größer geworden.

Man geht mehr mit offenen Augen durch die Welt.

Wenn ich früher an manchen Blumen oder Insekten vorbeigegangen bin, so bleibe ich heute stehen und überlege mir welcher Bildausschnitt wohl am besten passt.

 

Aber nicht nur der Aspekt der Fotografie sondern auch die Einstellung zur Natur ändert sich. Daher auch der Titel »veränderte Sichtweise« denn um Tiere in der Natur zu fotografieren bedarf es mehr als nur auf den Auslöser zu drücken.

Wenn man nicht nur Zufallsbilder machen möchte, muss man sich mit dem Lebensraum und den Eigenarten der Tiere die man ablichten will auseinandersetzen. So mache ich lange und ausgedehnte Spaziergänge, durch ein Fotorevier nehme Blog und Stift mit und notiere mir was ich wo um wieviel Uhr gesehen habe. Das wiederhole ich und dann kann man schon abschätzen das die Tiere auch beim nächsten mal dort anzutreffen sind, leider passt das auch nicht immer denn äußere Einflüsse spielen halt auch eine Rolle.

Raupen an einer Brennnessel
Raupen an einer Brennnessel

Wenn dann alles passt kann man viele Interessante Bilder machen. Auch habe ich gelernt, das Zeit eine andere Rolle spielt. Wenn ich auf eine Fototour gehe, dann nehme ich mir viel Zeit und hetze nicht durch die Natur. An jedem Grashalm könnte ein Insekt sitzen, Pflanzen sind aber ebenso von Interesse.

 

Ich kann nur immer wieder sagen es macht einen riesigen Spaß wenn man sich mit der Natur beschäftigt. Mit der Zeit, denn ich will nicht nur ein gutes Foto machen sondern auch etwas über die Arten wissen, eignet man sich ein profundes Wissen der Umwelt an. Man begreift viel eher die Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Tieren.

Also ändert auch Ihr eure Sichtweise auf die Dinge und legt los…

Viele Umwelt und Naturverbände bieten auch Fotogruppen an, dort kann man die ersten schritte machen und wird von erfahrenen Leuten begleitet. Sie kennen sich aus mit den Tieren und wissen wo man sie finden kann. 

Ich wünsche Euch viel Spaß und »allzeit gut Licht«

Euer Andreas

und jetzt noch einige Bilder von meinem Pfingstspaziergang und ein kleines Filmchen
mit Nilgänsen und ihren Küken…

 

2 Antworten auf „veränderte Sichtweise auf die Dinge“

  1. Hallo Andreas,
    deinen Worten kann ich mich nur anschließen. Man wirkt wachsamer, aufmerksamer und auch demütiger.
    Ich kann den bewußten Gang durch die Natur nur jedem empfehlen.
    LG
    Christine

    1. Leider ist es oft so das selbst bei einem Spaziergang nur durch die Natur gehetzt wird, ich finde das viel zu schade denn man verpasst so viel zu viel.
      Ich kann auf meinen Spaziergängen und Wanderungen jedenfalls richtig abschalten und die Natur genießen…
      LG Andreas

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