Unterwegs an einem Feuchtbiotop

Mein letzter Sonntagsausflug führte mich an ein Feuchtbiotop bei mir in der Nähe. Neben Anglern und deren erklärten Feinden den Kormoranen konnte ich an diesem Feuchtbiotop viele Wasservögel beobachten. Neben Enten, Haubentauchern mit Jungtieren und Blässhühnern waren auch noch Falken und Weihen in der Luft zu bestaunen.

Mich reizt an einem Feuchtbiotop die Vielzahl der Lebewesen die man beobachten kann. Am und im Wasser sind es die Vögel und Fische sowie Frösche. Im Uferbereich allerlei Insekten aber vor allem die Libellen.

Etwas weiter abseits in den eher trockenen Regionen sind dann je nach Boden interessante Pflanzen und wieder viele Insekten zu bestaunen.

So ein Ausflug lohnt sich für die ganze Familie und man kann grade mit Kindern sehr viel Zeit beim Beobachten der Tiere und beim Bestimmen verbringen.

Im Spätsommer sind es zwar nicht mehr so viele aber an Insekten findet man trotzdem jede Menge. Nach kurzer Zeit hat sich die Sichtweise geändert und man erkennt plötzlich überall kleine Tierchen, an denen man sonst vielleicht achtlos vorbei gehen würde.

Von meinen absoluten Lieblingen den Libellen habe ich hier noch einige Bilder zusammengestellt.

Herbstzeit = Pilzzeit

Geht es Ihnen auch so, kaum ist es Herbst wartet man ungeduldig bis sich die ersten Pilze aus dem Boden recken. Pilze nicht nur zum verzehren finde ich einfach klasse. Es gibt so viele verschiedene Arten und wenn man bedenkt das Pilze flächenmäßig die größten Lebewesen auf der Erde sind ist das schon super.

Das was wir langläufig als Pilz bezeichnen ist eigentlich nur der Fruchtkörper, die Pilze wachsen unterirdisch und bilden riesige Geflechte. Dabei gehen andere Lebewesen wie zum Beispiel Ameisen auch Symbiosen mit ihnen ein.

Für mich sind Pilze immer wieder eine Aufnahme wert.

Auch wenn ich viele Pilze schon etliche male abgelichtet habe sind sie doch immer wieder unterschiedlich. Kein Pilz gleicht dem anderen. Der Lichteinfall, der Boden, das Umfeld alles lädt zu einem Bild ein.

Diese Pilze scheinen gut behütet unter einem Farn zu stehen.
Diese Pilze scheinen gut behütet unter einem Farn zu stehen.

Bei der suche nach dem passenden Motiv sollte und darf man aber nie das Umfeld vergessen. In Naturschutzgebieten ist es zum Beispiel untersagt die Wege zu verlassen! Also liebe auf ein Bild verzichten… Am nächsten Baumstumpf wächst sicher auch ein schöner Pilz.

Hier nun eine kleine Zusammenstellung von Pilzen

Gemeine Heidelibelle, Sympetrum vulgatum

Gemeine Heidelibelle Weibchen

Unter den Großlibellen aus der Gattung der Heidelibellen ist diese schöne Art an vielen Plätzen anzutreffen. Auf dem Bild ist das Weibchen einer „Gemeinen Heidelibelle“ zu sehen.

Merkmale:

  1. Körperlänge: 35 -40 mm
  2. Flügelspannweite: 50 – 60 mm
  3. Schwarzer Querstreifen am Augenvorderrand
  4. Gelbe Streifen an den Beinen

Gattung: Sympetrum  – Heidelibelle
Familie: Libellulidae – Segellibelle

Meist gehe ich ja in den frühen Morgenstunden auf Insektenjagd mit dem Fotoapparat, aber auch am Nachmittag kann man schöne Bilder machen. Wichtig ist viel Ausdauer und die Beobachtung der Insekten. Die Libellen haben sehr oft einen Ansitz den sie immer wieder anfliegen. Hat man so einen Ansitz gefunden kann man sich meist viel Zeit für Aufnahmen nehmen. Wenn die Sonne zu Hoch steht ist eine Abschattung des Platzes sinnvoll, so hat man nicht so viele Reflexionen auf den Augen oder dem Körper.

 

Gemeine Heidelibelle Weibchen
Weibchen der „Gemeinen Heidelibelle“
Gemeine Heidelibelle
Gemeine Heidelibelle
Gemeine Heidelibelle
Gemeine Heidelibelle

An Wald- und Feldrand

Langsam merkt man schon wie das Jahr sich auf den Herbst vorbereitet. Noch sind die Felder nicht alle abgeerntet, zum Teil steht das Korn noch, aber man sieht schon viele Stoppelfelder. Am Waldrand und auch am Feldrand kann man jetzt noch viele Tiere sehen, dabei sollte man den Blick auf die Natur aber nicht verpassen.

Bunt sind schon die Wälder,
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.

Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis

Bis man die ersten Verfärbungen sehen kann dauert es nicht mehr lange. Da merkt man erst wieder wie schnell die Zeit vergeht. Wie schön ist es da wenn man durch die Fotografie Momente im Bild festhalten kann.

Viel Spaß mit den Bildern

euer Andreas

Libellen – Wesen aus einer vergessenen Welt

 

Wie aus einer längst vergessenen Welt kommen sie mir vor. Jedesmal wenn ich diese filigranen Geschöpfe fliegen sehe bin ich hin und weg. Manchmal vergesse ich sogar das fotografieren.

Wenn sie in der Luft stehen oder im Tiefflug nach Beute suchen wird einem erst die Leistungsfähigkeit dieser Insekten bewusst. Mit solch einer Leichtigkeit und Anmut schwirren die Libellen an einem vorbei. Die englische Übersetzung des Gattungsnamen der Libellen nämlich Dragonfly hat schon etwas passendes. Sehen sie nicht aus wie kleine Drachen.

Es gibt in Deutschland noch sehr viele Arten von denen einige, die schon zu den bedrohten Arten gehörten, sich wieder gut erholt haben. Die Bestände wachsen, auch dank vieler Naturschutzbemühungen und der Pflege von Feuchtgebieten.

In diesem Artikel gehe ich jetzt nicht auf die einzelnen Arten ein, das kommt später in dem Lexikon das ich noch für diese Seite plane, vielmehr möchte ich Euch einige Bilder zeigen.
Die ich auf meinen letzten Wanderungen im Weserbergland aufgenommen habe.

 

Waldspaziergang mit Makro

Das Wetter muss man einfach ausnutzen, dachte ich mir und bin in aller Frühe in den Wald.
Auf dem Waldspaziergang vorbei an Teichen und Wiesen konnte ich einige Insekten fotografieren. Morgens wenn es noch nicht so warm ist, sind viele Insekten noch nicht so aktiv und man hat einfach für ein Makro länger Zeit.

Man glaubt ja nicht wie viele Arten es gibt. Aber wenn man einmal genau hinschaut erkennt man plötzlich an fast jedem Grashalm ein Insekt. Mir sind bei meinem Waldspaziergang besonders diese Aufgefallen.

Gemeine Schnepfenfliege

Gemeine Schnepfenfliege (Rhagio scolopaceus)

Die Gemeine Schnepfenfliege (Rhagio scolopaceus) zählt zu den Zweiflüglern (Diptera) und ist eine Unterart der Familie der Schnepfenfliegen. 
Man kann sie an Waldrändern auf Wiesen und Totholz finden. Mit bis zu 14mm sind sie recht groß. Die Flugzeit ist zwischen Mai und September.

Merkmale: Die Gemeine Schnepfenfliege ist schlank und hat lange gelbliche Beine die am Fuß ins dunkelbraune gehen. Der Brustkorb ist grau. Auf dem Rücken hat die Gemeine Schnepfenfliege drei dunkelgraue Längsstreifen. Sie hat ein graues Gesicht mit unbehaarten Augen. Die Fühler sind sehr kurz. An der Hinterseite der Augen kommen weiße Haare zum Vorschein. Die Flügel besitzen einige dunkle Flecken. Der Bauch ist gelblich und hat auf der Mitte schwarze Flecken ebenso an den Seiten. Beim Weibchen sind die dunklen Flecken auf dem Hinterleib dreieckig und beim Männchen rund. Der Hinterleib läuft stumpf zu.

Die Gemeine Schnepfenfliege ist ein räuberisches Insekt, Sie sitzt auf Blättern oder Ästen meist mit dem Kopf nach unten und wartet auf vorbeifliegende Beute.

Die Maikäfer fliegen wieder

Feldmaikäfer

In der Zeit von Ende April bis etwa Mitte Juni fliegen sie wieder. Der Sumsemann wie er in Peterchens Mondfahrt genannt wird, der Maikäfer ist unterwegs.

Maikäfer lt.(Melolontha) gehören zur Familie der Blatthornkäfer (lt. Scarabaeidae). Bei uns in Deutschland sieht man meist den in Europa am meisten verbreiteten Feldmaikäfer (Melolontha melolontha). In einigen wenigen Regionen kann man auch noch den Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) finden.
Der Name Blatthornkäfer kommt von den großen fächerartigen Fühlern, in ihnen sind zigtausende Nervenzellen vorhanden. Mit ihnen kann das Männchen des Maikäfers in der Paarungszeit das Weibchen finden. Nach der Paarung stirbt das Maikäfer Männchen. Das Weibchen legt zwischen 10 und 100 Eiern und lebt dann noch einige Wochen. Nach kurzer Zeit schlüpfen die weißen dicklichen Engerlinge. Nach etwa 4 Jahren beginnt dann die Verwandlung vom Engerling zum Maikäfer.
Die Maikäfer fressen hauptsächlich Blätter von Bäumen, die Engerlinge dagegen bevorzugen die Wurzeln junger Pflanzen. In manchen Gegenden werden Insektizide gegen die Maikäfer gespritzt.

Die Bilder auf dieser Seite sind durch Fokus-Stapelung entstanden. Da der Maikäfer aber nicht so lange warten wollte konnte ich nur etwa 7 Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokuspunkten machen. Die Aufnahmen wurden dann in der Bildbearbeitung zu einem Bild verrechnet.

Feldmaikäfer
Feldmaikäfer
Feldmaikäfer
Feldmaikäfer